Projekt „Jüdisches Leben in Frankfurt“

Schon seit vielen Jahren ist es an der Musterschule Tradition, im Rahmen des Projektes „Jüdisches Leben in Frankfurt“ ehemalige Frankfurter Bürger jüdischen Glaubens an unserer Schule begrüßen zu dürfen. Nicht selten hatten unsere Zeitzeugen einst in ihrer Kindheit bzw. Jugend die Musterschule selbst besucht. Da das Treffen der Zeitzeugen aufgrund des hohen Alters und häufig auch der weiten räumlichen Entfernung immer schwieriger wird, hat das „Projekt jüdisches Leben in Frankfurt“ seit einigen Jahren begonnen, nun die Kinder der Zeitzeugen nach Frankfurt einzuladen.

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts ermöglichen wir unseren Schülern selbst mit den Zeitzeugen und deren Kindern, die mittlerweile auch nicht selten 50 Jahre und älter sind, ins Gespräch zu kommen und somit die Geschichte der Personen und unserer Schule aus nächster Nähe kennenzulernen.

Klassenfoto von Walter Sommers von 1934
Klassenfoto von Walter Sommers von 1934

So besuchte beispielsweise Walter Sommers als ehemaliger „Musterschüler“, der 1939 mit seiner Familie aus Deutschland geflohen war, in den 1990er Jahren das erste Mal seine Schule, um dort seine Geschichte mit den Schüler*innen zu teilen. 20 Jahre später, 2012, durften dann unsere Schüler*innen Walters Sohn Ron als „Kind“ eines Zeitzeugen begrüßen und stellten dabei fest, dass die Erfahrungen der zweiten Generation nicht minder spannend sind. Ein Jahr später besuchte uns Walters Tochter Nancy im Unterricht. Und selbst im vergangenen Schuljahr – während des ersten Corona-Lockdowns – war es uns möglich, ein digitales Zeitzeugengespräch via Zoom mit dem jetzt 100-jährigen Walter Sommers persönlich durchzuführen.

Hier einige Impressionen von Besuchen und Gesprächen in den vergangenen Jahren.