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Schatö mit ö

Tutoriat Jäger M-LK auf dem Dach der Cite Radieuse

Studienfahrt des M-LK nach Marseille (aus Lehrersicht)

In 8 Stunden bringt uns der TGV pünktlich an’s Mittelmeer nach Marseille. Das Hostel liegt zentral in La Joliette, fußläufig zum Bahnhof St. Charles, zum alten und neuen Hafen und zum Zentrum der Stadt.

Neben der freien Zeit, die Stadt selbst nach Interessen aus Schülersicht zu erkunden, stehen Studieninhalte auf dem Programm:


Wir erkunden die Visionen des Architekten Le Corbusier in seiner Cite Radieuse (1947-52), werden von unserer Stadtführerin mit dem Quartier du Panier vertraut gemacht (u.a. griechische Keimzelle der Stadt und Schauplatz der deutschen Besatzung) und sehen uns Ausstellungen im MuCEM (Connectivites zur Stadtentwicklung vom Mittelalter bis heute und Le grand Mezze), Musee des Arts decoratifs im Chateau Borely (Handwerkskunst der Fayencen) und Musee des Beaux-Arts im Palais Longchamp (stark mit Marseille und der Provence verknüpfte Malerei) an.

Weiterhin gibt es in der Stadt viel zu entdecken: Notre Dame de la Garde, Fort Saint-Jean, Cathedrale de la Major, Schauplätze der Filme French Connection (u.a. Vallon des Auffes), die Küste zum Mittelmeer, das arabisch/orientalisch geprägte Viertel Noailles, der Cours Julien („wo Hipster und Bobos trinken und feiern“) u.v.a.m.

Außerdem stellt sich der gesamte Kurs inkl. unserer Begleiterin Frau Metzger einer äußerst sportlichen Herausforderung, einer Wanderung entlang der Calanques; dazu fahren wir zu unserem Startpunkt nach Cassis: Für weniger Geübte stehen 17 km mit 950 Hm nach Les Baumettes auf dem Programm (mit Zu-, Abweg und Verlaufen sicherlich auch mehr), die Ambitionierteren wandern 25 km mit 1.380 Hm bis Callelongue. Wegen Erschöpfung aller Beteiligten erübrigt sich die Zimmerkontrolle heute …

Wir beenden unsere Studienfahrt mit einem Ausflug in die Stadt Aix-en-Provence: Nach dem Besuch des Atelier Cezanne und einer Photo-Ralley folgt gemäß aller Asterix-Abenteuer ein gemeinsames Abendessen mit französischer Küche an einer langen Tafel – welches mit einer furiosen Musik-Performance vor dem alten Rathaus eingeleitet wird!

P.S.: Und für uns Begleitlehrkräfte unterscheidet sich Marseille gar nicht so sehr von Frankfurt. Denn für die Restaurants und Bars sind auch hier nur drei Dinge wichtig: Lage, Lage, Lage! Alle externen Links [22.10.22]; Abbildung aus „Asterix – Tour de France“ 6. Band, 1970.

Instrumentalnoten zum Download für die Mitmachprobe am 14.12.22

Hier finden Sie die bewusst eher einfach gehaltenen Instrumentalstimmen für die Mitmachprobe am 14.12.22 ab 15 Uhr. Suchen Sie sich gerne die passenden Noten für Ihr Kind heraus:

BLASINSTRUMENTE:

EINFACH Altsaxophon – Alle Jahre wieder

– EINFACH Flöte, Oboe – Alle Jahre wieder

– EINFACH Horn in F – Alle Jahre wieder

– EINFACH Posaune, Tuba – Alle Jahre wieder

– EINFACH Trompete, Klarinette – Alle Jahre wieder

– Altsaxophon – Alle Jahre wieder

Flöte Oboe – Alle Jahre wieder

– Horn in F – Alle Jahre wieder

– Posaune – Alle Jahre wieder

Trompete Klarinette – Alle Jahre wieder

Tuba – Alle Jahre wieder

 

STREICHINSTRUMENTE:

Weihnachtsmann Cello leere Saiten

Weihnachtsmann Endfassung Viola

Weihnachtsmann Endfassung Violoncello

Weihnachtsmann Violine leere saiten

Weihnachtsmann Violine Melodie

Gedichtvortrag Auschwitz-Präsentationsabend

Ausmaße der Erschöpfung

von Ida-Marie Kamp

Marschierend, leer wie eine Hülle

LAUFEND, STILL, EIN BISSCHEN IDYLLE

Die Hoffnung, dass jemand einen Aufstand startet

GAR NICHT SO SCHLIMM WIE ERWARTET

Keine Fenster, keine Luft, kein Leben

Leute die über dem Boden schweben

DIE HITZE ERDRÜCKT MICH MEHR UND MEHR

DAS WIR HIER SO LANGE STEHEN IST NICHT FAIR

Erschöpft, wir sind doch alle nur erschöpft

Ein Schriller Pfiff ein böses Wort

LANGSAM SCHEINT ES DOCH WIE EIN GRAUSAMER ORT

Sie holen uns raus, die Angst bringt uns um

BOAH WAREN DIE NAZIS DUMM

Ich will hier nicht bleiben ich muss mich verstecken

Doch was geschähe sollten sie mich entdecken

ALLES TUT WEH : RÜCKEN, KOPF, KNIE

SO SCHLECHT GING ES MIR NOCH NIE

Erschöpft, wir sind doch alle nur erschöpft

Ein langer Weg tut sich vor uns auf

WIR MÜSSEN DA LANG LAUFEN: WIE IST DIE DENN DRAUF ?!?

Sie treiben uns voran und prügeln auf uns ein

30 MINUTEN ÜBERZIEHEN, WIE GEMEIN

Nun stehen uns endlich Duschen offen

Wir beginnen alle auf Freiheit zu hoffen

UNMENSCHLICH, GRAUSAM WAS WAR DA NUR LOS

DOCH ICH WAR NICHT BESSER, WAR SO RESPEKTLOS

Erschöpft, wir sind doch alle nur erschöpft

Es brennt, die Luft, mein Kopf, sie werden mir alles nehmen

ES IST SCHOCKIEREND AUF TOTEN MENSCHEN ZU STEHEN

Sie liegen alle da, es wird mir schwer

IRGENDWIE FÜHLE ICH MICH SO LEER

Dort versuchen sie zu entfliehen

Ich höre wie sie ihre Nägel über die Wände ziehen

Ein letzter Blick auf ihre Hände

Doch meine Erschöpfung, sie hat nun ein Ende 

DAS ERLEBNIS IST VORBEI, DORT IST DER BUS

ENDLICH MACHEN WIR FÜR HEUTE SCHLUSS

ICH DENKE AN DIE JUDEN MEIN BLICK SPRICHT BÄNDE

DOCH MEINE ERSCHÖPFUNG, SIE HAT NUN EIN ENDE

Begegnung mit Musiker*innen aus Israel

Am Montag, 17. Oktober waren 11 junge Musiker*innen aus Israel zu Gast in unserer Aula. Sie leben normalerweise in verschiedenen Internaten des Landes und kommen ein Mal pro Woche in ihrem Ensemble zum Proben zusammen. Ihr Dirigent Nir Marom (u.a. Klarinettist im Jerusalem Symphony Orchestra) hat sie quasi dafür „gecastet“. Getragen wird das Projekt von der Kinder- und Jugend-Aliyah, einem israelischen Kinderhilfswerk, das auch einen deutschen Zweig hat.

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DigiGen-Podcasts sind online

10 Schüler*innen der Musterschule (aus der E-Phase 21/22) und 7 Senior*innen aus Frankfurt und Umgebung haben ein Schuljahr lang im Rahmen des Forschungsprojekts „DigiGen“ ein intergenerationelles Team gebildet: Generationen gestalten Digitalisierung gemeinsam! Das Projekt hat beim Wettbewerb „Hessen smart gemacht“ 2022 einen silbernen Löwen in der Kategorie „Smartes Lernen“ gewonnen. Ein Ergebnis des Projekts sind 15 Podcasts, die jetzt bei Youtube, aber auch bei anderen Platformen wie Deezer, Spotify oder Apple Podcasts online gegangen sind.

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Berlinfahrt, Tag 3

Nach dem geschichtlich orientierten Montag geht es am Dienstag ganz politisch weiter.

Eine erste Exkursion führt uns zum Verlauf der ehemaligen Mauer an der Bernauer Straße und in das dort ansässige Museum. Hier soll es um den Aufbruch gehen, um das Aufbegehren eines Volkes gegen die Unterdrückung. Neben der Möglichkeit einen historischen Blick auf eine erhaltene Maueranlage zu werfen, wurde auch ein beeindruckender Film gezeigt, der den Verlauf des Widerstandes und der Wunsch nach einer Demokratisierung porträtiert.

Im nahegelegenen Prenzlauer Berg gab es anschließend die Gelegenheit typische Berliner Geschäfte zu entdecken, ausgelassen zu spazieren und etwas zu essen.

Was wäre ein Aufenthalt in Berlin ohne einen Besuch des Reichstag? Unmöglich, deswegen sind natürlich auch wir auf das Dach der Wiege unserer Demokratie gestiegen. Bei Warnungen vor „extremer Hitze in der Kuppel“ beklimmen wir die insgesamt 460 Meter lange Rampe in eine Höhe von 23 Meter. Von oben bietet sich ein phänomenaler Blick rund über Berlin, der durch die lange Wartezeit und die warmen Temperaturen aber nicht der reinste Genuss war.

Vor dem letzten politischen Highlight steht jetzt noch einmal Kultur auf dem Programm. Aufgabe ist es ein Selfie in einem Museum oder einer besonderen Attraktion zu machen. Die zahlreichen & vielfältigen Fotos findet ihr oben in der Galerie.

Eine Ausreißergruppe macht sich sogar auf den Weg zum Berliner Olympiastadion, indem Frankfurt 2018 den DFB-Pokal zurück nach Hause gebracht hat.

Nach einem Gruppenfoto vor dem Reichstag, ist die besondere letzte Station an diesem Tag der Besuch im Paul-Löbe-Haus des Bundestag. Dort treffen wir den Frankfurter SPD-Abgeordneten MdB Kaweh Mansoori. Im Europasaal mit prominentem Ausblick auf die Spree und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus diskutieren wir anderthalb Stunden über Digitalisierung, Chancengleichheit und Umweltschutz. Kaweh (bei der SPD duzt man sich) erzählt auch von dem Streiten und Diskutieren in der eigenen Partei und mit anderen MdB‘s.

Einen spannenden Aspekt beleuchten wir, als wir uns konkrete Gesetzentwürfe zum Thema „Sterbehilfe“ anschauen. Der Frankfurter Abgeordneter ist selber Mitglied im Rechtsausschuss und erklärt uns, warum er als einzelner Abgeordneter bisher keinen der drei Gesetzentwürfe unterstützen würde.

Transparenz spielt für Kaweh Mansoori eine große Rolle: er managet seinem Instagram-Account selber und hat eine WhatsApp-Nummer für Schüler:innen eingerichtet, über die er regelmäßig alle Interessierten informiert und die die Möglichkeit bietet, mit ihm in Kontakt zu kommen.

Bei unserem Besuch bekommen wir einen guten Eindruck davon, was es bedeutet um Kompromisse zu ringen und wie langwierig und anstrengend Demokratie auch
mal sein muss. Auf die Frage was wir machen können, damit auch unsere Interessen vertreten werden, antwortet Mansoori: „Geht auf die Straße. Wir brauchen den Druck. Hinter jeder zivilgesellschaftlichen Forderung sollte der Wille erkennbar sein.“

Dennoch: auch wenn Demokratie anstrengend sein kann, zeigt sie sich langfristig als die einzige Lösung, die die Gesellschaft repräsentiert. Den „AfD-Nazis“ gegenüber sagt der Sozialdemokrat: „Jeden, den wir für die Demokratie gewinnen, ist einer genug.“

Eine klare Kante gegen rechts und gegen alle Demokratie-Feinde, die unser sehr vielfältiges und interessantes Gespräch und diesen 3. Tag in Berlin beendet.

 

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