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XLab – Das Schülerlabor

Am 02. März 2020 um 06:00 Uhr morgens trafen sich die Bio-Leistungskurse Hum und Wer am Frankfurter Hauptbahnhof.

Eigentlich viel zu früh und doch voller Freude und Motivation stiegen wir in den Zug nach Göttingen. Nach unserer Ankunft am Bahnhof waren wir eigentlich bereit unser Gepäck abzuladen und auf eigene Faust die Stadt zu erkunden, aber nichts da! Nach einer 30 -minütigen Klein-Odyssee standen wir um 9:00 Uhr vor einem bunten Gebäude auf dem Uni Campus Göttingen, dem XLAB.

Ohne viel von der Uni zu sehen, gingen wir in die Eingangshalle des XLabs und es hieß dann direkt von unserer Kursleiterin: „Werfen Sie ihr Gepäck einfach irgendwo unter die Treppe und folgen Sie mir ins Labor, wir legen direkt los!“ Unsere Leiterin war eine Biochemikerin, die sich bestens mit der Materie auskannte.

Unsere beiden Bio-Leistungskurse wurden in zwei Klassenräume aufgeteilt.
Unsere „Mission“ für heute war es Bakterien zum Leuchten zu bringen und deren DNA zu zerschneiden. Nach einer Einführung und Besprechung der heutigen Aufgaben standen wir in Zweierteams mit Kitteln und Schutzbrillen vor einem bunten Buffet aus Pipetten, Zentrifugen und Reaktionsgefäßen im Labor. In einem echten Labor zu stehen, in dem es übrigens nur Stehtische gibt, fühlte sich sehr cool und professionell an. Mit extremer Konzentration und feinstem Fingerspitzengefühl führten wir viele Experimente durch und fühlten uns auf einmal wie richtige Biologen oder Chemiker.

Ein winziger Fehler hätte genügt und alles wäre umsonst gewesen. Aufgrund der hohen Anstrengung fügten wir regelmäßige Pausen ein, die uns die Gelegenheit boten, uns mit dem Nachbarkurs auszutauschen oder die Küche der Göttinger Uni-Mensa zu testen. Es war eine ganz andere Stimmung in einer Uni Mensa, als in unser heimischen Schulmensa. Neben dem Fakt, dass alle deutlich älter waren, konnte man spüren, wie viel Wissen dort unterwegs war. Nachdem wir sehr lange in der Schlange standen, bekamen wir unser Essen und setzten uns in die strahlende Sonne. Es war ein herrlicher Frühlingstag. Auf dem Weg zurück ins Labor sahen wir viele Aushänge und Anzeigen, auf denen Studenten und Studentinnen eine Wohnung suchten oder anboten. Dies verstärkte das Gefühl unter Erwachsenen zu sein noch einmal deutlich.

Unsere „Missionen“ dauerten bis zum späten Nachmittag. Daraufhin fuhren wir gemeinsam in die Jugendherberge, luden (endlich) unser Gepäck ab und begaben uns anschließend in Gruppen in die reizende Innenstadt Göttingens, diesmal ohne Lehrer. Wir aßen zu Abend bei einem leckeren Italiener und fanden uns gegen 22:00 in der Jugendherberge wieder ein.

Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem Frühstück wieder ins Labor.

Über Nacht hatten sich die Bakterien vermehrt, und tatsächlich leuchteten sie. Auch das Zerschneiden der DNA hat bei den meisten Gruppen geklappt.

Wir führten noch einige weitere Experimente durch, auch wendeten wir das PCR-Verfahren an, welches man heute von den Corona-Tests kennt.

Nachdem wir uns von den Labormitarbeiterinnen verabschiedet und unsere Sachen gepackt hatten, fuhren wir direkt zum Bahnhof. Den Zug hätten wir fast verpasst, da sich einige von uns noch am Bahnhof ihr Abendessen geholt haben, was bei manchen doch länger gedauert hat, als es sollte.

 

Es waren 2 spannende und sehr intensive Tage in Göttingen.

 

Von Marvin Zacharias-L. & Vincent Hagner