Kunst Fachprofil

Schulspezifische Ausprägung des Fachprofils

Der Kunstunterricht an der Musterschule leitet seine Zielsetzung unter Beachtung der Vorgaben der jeweiligen Lehrpläne vor allem aus der besonderen Situation an der Schule ab, die durch die starke Betonung des „Schwerpunktes in Musik“ geprägt ist: Damit werden zwar einerseits Entwicklungsmöglichkeiten für das Fach Kunst eingeschränkt (etwa die Einrichtung eines eigenen Leistungskurses in der Oberstufe), andererseits ergeben sich aber Chancen für eine sehr produktive Kooperation mit Musik und anderen Fächern.

Fächerübergreifende Unterrichtsprojekte, die individuelle und kooperative, kreative, planende und praktisch-technische Lernmöglichkeiten beinhalten, sind ein zentrales Anliegen des Kunstunterrichts. Dazu gehört auch die Teilnahme an Wettbewerben.

Fachspezifisch geht es um die Entwicklung praktischer und theoretischer Bildkompetenz, also um die Fähigkeit, bildnerische Mittel in ihrer Wirkung einschätzen und gezielt einsetzen zu können. Dabei sollen Sehgewohnheiten in Frage gestellt werden und die Kommunikation über visuelle Wahrnehmung und Wirkung geübt werden.

Der vertiefenden praktischen Erfahrung in exemplarisch ausgewählten Bereichen zahlreicher Inhaltsfelder wird der Vorzug vor einer eher theoretischen Abhandlung gegeben. In den Kunstfachräumen können die Schülerinnen und Schüler hierbei den praktischen Umgang mit bekannten und neuen Materialien erfahren.

In der Erprobung und Reflexion von verschiedenen Methoden zur Problemlösung in zunehmend komplexen Aufgabenstellungen liegt der besondere Beitrag des Faches zu übergeordneten Kompetenzen: etwa Verfahren zur Findung, Sammlung und Sicherung von Ideen in Einzel- und Gruppenarbeit; kritische Auswahl von Lösungsansätzen und Entwicklung eines individuellen Konzeptes verbunden mit einer detaillierten Planung und einer praktischen Umsetzung in geeigneter Form und Technik.

Ergänzende Angebote

Das Einbeziehen außerschulischer Lernorte, z.B. Ausstellungen in Museen und an anderen Ausstellungsorten – auch in spontanen Unterrichtsgängen während der regulären Unterrichtszeit – ist ein wesentliches Element des Kunstunterrichts in allen Jahrgangsstufen.

Der Wahlunterricht Kunst der 9. und 10. Jahrgangsstufe wird zweistündig unterrichtet. Er kann, unabhängig vom Lehrplan, Themen aus allen Bereichen der Bildenden Kunst aufgreifen. Hierbei sollen Grundkompetenzen erworben werden, die die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, künstlerische Projekte als Prozess von der Ideenfindung bis zum Endprodukt zu planen und durchzuführen.

Koordination und Kooperation

  • innerhalb der Fachkonferenz
  • mit anderen Fachkonferenzen
  • mit externen Kooperationspartnern

Wir kooperieren bei zahlreichen fachübergreifenden Unterrichtsprojekten, die jedoch in der Regel ohne formelle Beschlüsse der jeweiligen Fachkonferenzen möglich sind.

Ein Beispiel hierfür ist die ästhetische Beratung und punktuelle Unterstützung des „Babylonischen Abends“ (Theaterabend unter Leitung der Fachschaft DS in Kooperation mit den Sprachen und NaWi), sowie Kooperationen mit der Fachschaft Musik bei Aufführungen oder eigenen Ausstellungen mit Vernissage.

Die Kunstfachschaft sieht es als weitere wichtige Aufgabe an, fachübergreifend technische und ästhetische Beratung bei Vorhaben in der Schule anzubieten, bei denen visuelle Wirksamkeit von Bedeutung ist (z.B. Veranstaltungsplakate, Klassenraumgestaltung, Bühnenbild und Requisiten usw.).

Außerschulische Kooperationen gibt es projektbezogen z.B. mit sozialpädagogischen Projekten, wie dem Treff 38, wo schon häufig Ausstellungen mit Arbeiten von Musterschüler*innen gezeigt werden konnten, sowie mit den museumspädagogischen Angeboten der Frankfurter Museen. So finden zum Thema „Modellbau“ regelmäßig Workshops in Kooperation mit dem Architekturmuseum statt. Hierzu dient u.a. in der Q3 eine zusätzliche 3. Stunde Kunst, um eine adäquate praktische und theoretische Vorbereitung auf die Abiturprüfung zu gewährleisten.