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Zurück in die Vergangenheit

IBM 029
Lochkarten werden an einer IBM 029 für ASCII-Art gestanzt.

Am 12.5.15 machen sich 9 Schülerinnen und Schüler der Informatik-Kurse aus Q2 und Q4 mit den Kollegen Seelinger und Jäger auf nach Kelkheim, die Vergangenheit zu erforschen.

Dort residiert das technikum29, ein etwas anderes Computermuseum: Denn nicht die Größe ist hier entscheidend, sondern (fast) alle Exponate sind betriebsbereit und warten darauf, von den Besuchern bedient zu werden!

Herr Müller, ein Physiker und Physiklehrer, erwartet uns, führt uns in das Museum ein und wir starten den Rundgang: Hier werden uns angefangen von mechanischen und elektromechanisch Rechenautomaten über Rechner mit Elektronenröhren und Transistoren wahre Unikate präsentiert und vorgeführt. Z.B. die (vermutlich weltweit) einzige funktionsfähige UNIVAC 9400 mit Lochkartenleser, der Schnellrucker ANELEX (Gewicht: 635 kg; 1965 schnellster Drucker der Welt!) oder der DEC PDP-12 mit Ausgabe über einen Oszilloskopbildschirm! Und der Clou: Alle Geräte werden von den Schülerinnen und Schülern bedient.

Nach dem Rundgang heißt es dann Ärmel hochkrempeln und selbst aktiv werden: An verschiedenen Experimenten können wir unser Wissen über Schaltwerke, physikalische Grundlagen oder Chiffriermaschinen testen genauso wie mechanisch rechnen oder Lochkartenstanzer bedienen. Ein Zeilendrucker mit den Lochkarten bestückt druckt die zuvor gestalteten Muster aus, sog. ASCII-Art. (Ergebnisse im Raum 241)

Mich als Mathematiker hat besonders die Tabelliermaschine BULL BS-PR von 1965 beeindruckt, die trotz ihrer eingeschränkten Arithmetik (vier Grundrechenarten) mithilfe des Toepler-Algorithmus die Quadratwurzel aus einer 8-stelligen Zahl berechnen kann …: Auf drei Nachkommastellen genau, als einzige Tabelliermaschine der Welt und unter einem Mordsgetöse! (Ergebnis im Raum 241)

Nach einer Stärkung im Lebensmittelladen um die Ecke fahren wir um einige Eindrücke reicher zurück nach Frankfurt.

Das technikum29 in Kelkheim/Taunus.